Sehenswertes...

Sie haben auch eine schöne Schmalspuranlage, Diorama, Modell oder sonst einen wissenswerten Beitrag? Gerne würden wir dies in einem kurzen Text und natürlich Fotos hier vorstellen.
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Ihr Christoph Kugel
 

 
 
 
 

Diorama Serneus von Herrn Rill.

Wie bekannt, enstehen Modellanlagen und Dioramen auf verschiedenste Art und Weise. Interessant gestalten sich Nachbauten von geliebten Urlaubserinnerungen. Und diese haben es meist in sich. Joerg Rill baute nach einem nicht alltäglichen Vorbild, den Bahnhof Serneus und die dazu gehörende Saaser-Alpbach-Fischbauchträgerbrücke detailliert nach. Alle Bilder J. Rill
Baubeschreibung:
Die Brückenwiderlager habe ich zunächst aus Sperrholz ausgesägt, innen passende Holzblöcke zur Verstärkung eingesetzt und verleimt. Die Gewölbe wurden mit Pappe geformt. Dann erfolgte das etappenweise das Auftragen der Gips-Weissleim-Mischung und nach dem Anziehen der Mischung, solange sie aber noch geformt werden konnte, erfolgte das Einritzen der Mauerstruktur mit einer Reissnadel. Für diese Arbeit sollte man keine zu großen Abschnitte wählen, sonst ist die Mischung am Ende schon zu stark ausgehärtet ist, um sie noch bearbeiten zu können. Das Ganze ist nur mit viel Geduld zu machen, man muss sich Zeit dazu lassen. Am Ende erfolgte das Kolorieren mit Wasser- und Acryl-Farben in starker Verdünnung. Abschließend dann noch, nachdem die Geländer eingesetzt sind, Rostspuren an den entsprechenden Stellen anbringen. Die Brücke wurde mit der Airbrush-Pistole lackiert und mit Rostspuren gealtert. Zum Abschluß der Brückenkonstruktion wurde der Laufsteg im Inneren mit gebeizten Balsaholzbrettchen montiert. Das Geländer stammt aus dem damaligen Angebot der Firma Spieth mit Messing-Pfosten und Kupferdraht für das Geländer.

Die Brücke wurde nach Original-Fotos, die ich im Unrlaub gemacht hatte, mit dem CAD-Programm gezeichnet und mit den passenden Messingprofilen, die ich mit der Mini-Trennscheibe zurecht schnitt, gebaut, sprich verlötet. Als Massstab diente ein Foto eines Zuges der Rhb, dessen Masse ja leicht ermittelt werden konnten. Die Brücke gibt den Zustand von 1992/93 wieder, wie auch den der Station Serneus. Deren Masse konnte ich teilweise am Bahnhofsgebäude direkt abnehmen. Die restlichen Masse wurden anhand der Fotos errechnet. Im Zuge des Baues des Vereina-Tunnels wurde die Brücke durch eine Verbundbrücke aus Stahl und Beton ersetzt, weil die Belastung durch die Züge, die das Ausbruchmaterial abtransprotierten, für die alte Konstruktion aus den Gründerjahren der Bahn (damals noch LD-Bahn) zu groß war. Die Brücke war zunächst ohne den Fischbauchgurt gebaut und später wegen der steigenden Lokgewichte durch die Verstärkung an die gestiegenen Lasten angepaßt. Eine baugleiche Konstruktion überspannte in früheren Jahren auch den Hexentobel, ebenfalls an der Strecke Landquart-Davos.

Die Station Serneus dient heutzutage nur noch als Kreuzungsstation, der Portalkran, im Diorama ein Messing-Modell (Bausatz) von Spieth, wurde abgebrochen und das gesamte Umfeld der Station wurde durch die Ortsumfahrung von Klosters radikal verändert. Auch die Gleisanlagen wurden im Zuge von Umbaumaßnahmen neu verlegt und geändert, ebenso die Fahrleitungsmasten und die Oberleitung.Der Schaltposten im Modell stammt von Ferro-Suisse, die Oberleitungsmasten wurden teilweise aus Messing-Profilen gefertigt und die Quertragwerke stammen von Teilen aus dem Angebot von Sommerfeld.

Die Häuser, das Bahnhofsgebäude und ein Heustadel sind alle nach Vorbild-Fotos aus Holz gefertigt und entsprechend der Vorbilder gebeizt.Lediglich die Dächer sind aus farblich passenden Plastikplatten gefertigt. Die Accessoires des Bahnhofgebäudes stammen weitgehend aus dem Angebot des Modellbaustudios Pirovino, die Werbe-Plakate von Wabu.

Letzlich war der direkte Eindruck der Brücke, von der unterhalb verlaufenden Straße nach Serneus/Bad Serneus bei einer Wanderung ausschlaggebend für den Bau des Dioramas. Insgesamt wurde das Diorama gegenüber dem Original in der Länge stark gestaucht, weil die Distanz zwischen Bahnhof und Brücke im Original sehr viel größer ist. Die Gesamtlänge des Dioramas beträgt 360 cm, die Tiefe 80 cm. Auch die Saaser-Alpbach-Brücke weist im Modell eine Gesamtlänge von ca. 80 auf.
 

Roald Hoffmanns Egger Bahn

Der Feurige Elias 
in HOe 
wunderbar fotografiert. 

Mehrspuranlage von Christoph Heinze.


Meine interessanteste Modelleisenbahn 1 : 87

Mit dem Sprung in den Ruhestand – 1999/Alter 63 Jahre – wollte ich nach den 3 klassischen Modelleisenbahnen,gebaut für Vater und Söhne,noch einmal etwas Besonderes draufsetzen :

Drei Spuren auf zwei Ebenen

Ich verfügte über Liebe zur Eisenbahn,Erfahrung im Anlagenbau,inzwischen über einen 30 qm großen Hobbyraum,hatte schöne  alte Eisenbahnmodelle 1 : 87 und wollte sie alle zum Laufen bringen.Ich plante und träumte – und dann lief alles wie von selber.
Ich erfand eine Landschaft,wo HO,HOe und Hom einträchtig miteinander umgehen können : ein großes U ,im linken Schenkel mit HO und Hoe,grün und tief gelegen,im rechten Schenkel mit Hom (RhB),hoch im Schnee.Also Kontrast,auch optisch.
Im linken,grünen Schenkel plante ich einen gemeinsamen HO/HOe – Bahnhof,im rechten,weißen Schenkel eine RhB-Landschaft (Hom) im Schnee.
Ich plante und baute,kombinierte Details,die ich nach alten Plänen(s.u.) ,Fotos,Besuchen rekonstruierte (Beispiele : Rabenauer Grund,Richleren-Viadukt,Zügen-Schlucht …) und nach eigenem Gusto zusammenstellte.
Nach dem ziemlich komplexen Gleisplan erstellte ich ein 3D-Modell 1 : 10,um Steigungen,Radien,Durchfahrtshöhen,Überschneidungen zu sehen.Das ging gut mit Balsaholz.Dann  überzog ich alles mit Papier,fixierte und färbte es ein (grün/weiß),stellte Häuser und Bahnhöfe dazu und bekam so einen Eindruck von der späteren Modelleisenbahn.
Ich teilte alles in 4 Module ein,die ich mit Stahlrohrfüßen auf Rollen bewegen kann.Nach Abbau der Füße ist der Oberbau 80 cm hoch und kann somit durch die Türe z.B. ins Altersheim transportiert werden (HaHa !).
 Mein Motto : viel Landschaft,wenig Eisenbahn.Das überzeugt die Besucher immer wieder,vor allem der Kontrast grün-weiß.
 HO und Hom haben Oberleitung,aber Stromzuführung über das Gleis.HOe im linken Schenkel ärmlich,mit engen Radien,z.T.  Mit Dreileiter-Gleis in Kombination mit HO (Tillich).HOm  großzügig,mit Hochgebirge,weiten Radien,die  „Kleine Rote“ paßt wunderbar zur Winterlandschaft.Sogar ein Helicopter-Skiing ist verfügbar.
 Die reiche Reichsbahn fährt großzügig auf 2-spuriger Normalspur mit Oberleitug und verbindet auf einer 5 m langen Magistrale die beiden Idylle Hoe  und Hom miteinander.
 Alle Gleise sind Code 80,also 2 mm Gleishöhe (Roco,Peco),Weichen grundsätzlich mit Unterflurantrieb, außer in den Schattenbahnhöfen.
  Die Elektrik,analog,ist dezentral konzipiert : HO mit konventionellen Regel-Trafos,HOe mit SB-Walk-Around , Hom mit Uhlenbrock-Iris (Infrarot,drahtlos).
  Rollmaterial von allen gängigen Herstellern (Gleichstrom),auch Märklin-Hamo ist dabei.HOe mit Trichterkupplungen ist schwierig zusammenzustellen.Besser : in Train-Safe-Röhre fertig vormontieren.
  Es gibt 2 Schattenbahnhöfe,die von außen bedient werden können (0,6 m -Gang).Sie werden mit 2 TV-Farbkameras überwacht.
 Alle Arbeiten werden in einem Protokoll festgehalten : Erfahrungen ,Zeichnungen,Machbarkeit,Zeit-und Geldaufwand und sind mit einer Suchmaschine abrufbar.
 Noch ist nicht alles fertigV.a. Im „grünen“ Anlagenteil(HO,HOe) gibt es noch viel zu tun : Begrünen,Gleise einschottern ...
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

V51 903 in Spanischem Gelb. Foto Jochen Wehrle, Bad Waldsee


Wohl bekannt das Motiv - der Allegra auf unserem VAL PILA Viadukt. Bemokatalog 2013 € 7,-

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